“Wir müssen uns immer wieder kritisch hinterfragen”

Sano Fachberaterin Marike Eickhoff zeigt, wie sie Betriebe in Fütterungsfragen unterstützt 

Den ganzen Tag am Schreibtisch sitzen? Das war noch nie was für mich. Die Nähe zu den Tieren und zur Landwirtschaft sind mir extrem wichtig. Deshalb habe ich mich auch für den Job als Sano Fachberaterin entschieden. Da kann ich meine Leidenschaft für Agrarthemen voll ausleben. Und ganz viel Stallluft schnuppern.  

 

Mit Kotauswaschen die Ration überprüfen 

Klar, die riecht nicht immer gut (lacht). Zum Beispiel, wenn ich wie heute den Kot der Rinder auswasche. Das gehört auch zu meiner Arbeit – und ist sehr wichtig für die Grundfutteranalyse. Denn das zeigt mir und den Landwirten, wie die Tiere auf die ausgewählte Ration reagieren. Um zu sehen, was ihnen fehlt und von was sie zu viel bekommen, wasche ich den Kot aus. Wenn bei der Probe im Sieb nur noch klares Wasser durchläuft, kann ich die Struktur untersuchen. So sehe ich zum Beispiel, wie viele Maiskörner unverdaut sind. 

 

 

Stallrundgang mit Ist-Analyse 

Die Fütterung muss zum Betrieb passen. Für Neukunden machen wir bei Sano daher immer zuerst eine IST-Analyse. Das beinhaltet einen gemeinsamen Stallrundgang mit dem Landwirt, bei dem ich den Betrieb, die Gegebenheiten und Ziele genau kennenlerne. So kann ich ein auf den Betrieb maßgeschneidertes Fütterungskonzept entwickeln. Dabei ziehen wir auch meist gleich die Siloproben. Die Qualität des Grundfutters hat maßgeblichen Einfluss auf die Rationsgestaltung, Futtereffizienz und damit auch die Wirtschaftlichkeit des Betriebs. Daher ist für uns eine gute Grundfutteranalyse die Basis für jede Fütterungsempfehlung.