Trockensteher richtig füttern – So geht’s!

Der erste Tag der neuen Laktation ist nicht der erste Tag nach der Kalbung, sondern der erste Tag des Trockenstellens. Was zunächst vielleicht etwas befremdlich klingt, erscheint nach genauerer Betrachtung absolut logisch, denn die Zeit im Trockenstand bereitet die Kuh auf die Geburt und auf die kommende Laktation vor. Das Euter erholt sich, der Stoffwechsel wird optimal auf die Hochleistungsphase in der Frühlaktation vorbereitet. Wie Sie Ihre Tiere in dieser Zeit am besten unterstützen, haben wir für Sie zusammengefasst. 

 

Warum stellen wir Kühe trocken?  

Unsere Kühe erbringen jeden Tag eine enorme Leistung. Dabei ist nicht nur die Leistung des Stoffwechsels für die Milchbildung gemeint, sondern auch die des Eutergewebes sowie der Entwicklung des noch ungeborenen Kalbes. Die acht Wochen vor der Kalbung dienen der Kuh somit als eine Art „Urlaub“. In der Zeit darf sich das Eutergewebe regenerieren und der Stoffwechsel wird für die kommende Laktation fit gemacht, sodass die Kuh mit einem gesunden, leistungsfähigen Pansen und gesunder Körperkondition in die kommende Laktation starten kann.  

 

Das richtige Fütterungskonzept – einphasig oder zweiphasig? 

Einphasig oder mehrphasig füttern? Eine Frage, die sich viele Betriebe stellen. der sich viele Betriebe gegenübergestellt sehen. Die Antwort ist wie so oft: Es kommt darauf an. Dabei gibt es mehrere Faktoren, welche bei der Entscheidung für das richtige Fütterungskonzept auf Ihrem Betrieb beachtet werden müssen. Anzahl der Tiere, verfügbare Futterkomponenten, Betriebsabläufe sowie die Möglichkeit der räumlichen Trennung von zwei Trockenstehergruppen sind dabei die offensichtlichsten. Sollten Sie sich unsicher sein, welches Fütterungskonzept in Ihrem Fall das passende ist, unterstützen wir Sie gern dabei.  

 

Futter genau kennen und optimal einsetzen 

Eine Herausforderung in der Trockensteherfütterung ist es, die Kühe in der richtigen Körperkondition zu halten. Dies ist essenziell, sowohl für die Geburt als auch für den Stoffwechsel zum Laktationsbeginn, um z. B. Ketosen vorzubeugen. Daher ist es sehr wichtig, die eingesetzten Futtermittel hinsichtlich der Nährstoffe als auch ihrer Verdaulichkeiten zu kennen und dementsprechend einzusetzen. Eine Analyse der eingesetzten Silagen nach CNCPS bietet dabei einen großen Vorteil. Dank CNCPS und der Betrachtung von Verdaulichkeiten kann bei der passenden Rationsberechnung bereits vorhergesagt werden, wie die Ration vom Tier verdaut und genutzt wird und die Tiere starten optimal versorgt und mit bester Körperkondition in die kommende Laktation. 

 

Pansen gesund und leistungsfähig halten  

Der Pansen ist und bleibt der Schlüssel für eine erfolgreiche Rinderfütterung. Auch während des Trockenstands. Als Kraftwerk der Kuh muss der Pansen zum Beginn der Laktation gesund und leistungsfähig sein. Das Ziel im Trockenstand ist es daher, die Pansengesundheit und die Pansenzotten bestmöglich zu erhalten und zu fördern. Auch dieses wird durch eine ausgeglichene Ration mit ausreichend Energie, Protein und Faserkomponenten erreicht. Zusätzlich hilft der Einsatz von Lebendhefen, um die Pansenfunktion bestmöglich zu unterstützen. In unseren Mineralfutterkomplettlösungen für Trockensteher Mipro Pren 250® und Mipro Pren 400® sind diese daher bereits enthalten. 

 

Milchfieber vorbeugen 

Milchfieber stellt leider auf vielen Betrieben eine Herausforderung dar. Damit verbunden sind häufig auch hohe Kosten für den Tierarzt. Dazu kommen Leistungsverluste und im schlimmsten Fall auch Abgänge. Milchfieber gilt es daher unbedingt zu vermeiden. Die gute Nachricht ist, dass mit der passenden Trockensteherfütterung Milchfieber einfach und effektiv vorgebeugt werden kann. Milchfieber und das damit verbundene Festliegen entsteht durch einen akuten Kalziummangel, welcher aufgrund der hohen Milchbildung zu Beginn der Laktation entsteht. Mit einer angepassten Trockensteherfütterung kann der Kalziumstoffwechsel der Kuh jedoch sehr gut auf diese Situation vorbereitet werden. Der Schlüssel liegt in der Mineralstoffversorgung. Besser gesagt im Verhältnis von Natrium und Kalium (positive Kationen) zu Chlorid und Schwefel (negativ geladene Anionen) – der DCAB (diätische Anionen-Kationen-Bilanz). Was kompliziert klingt, ist denkbar einfach umzusetzen. Im Trockenstand wollen wir eine möglichst niedrige DCAB, also tendenziell mehr Chlorid und Schwefel. Dies erreichen wir einfach durch den Einsatz saurer Salze. Dadurch wird die Aufnahme von Kalzium auch während des Trockenstands hochgehalten. Sogenannte Transporter in der Darmwand bleiben erhalten und können sofort zum Laktationsstart das in der Ration der Laktierenden enthaltene Kalzium aufnehmen. Um dies für Sie in der täglichen Umsetzung noch einfacher zu machen, enthalten unsere Trockensteher-Mipros als Komplettlösung bereits einen genau abgestimmten Gehalt an sauren Salzen. So müssen Sie nur ein Produkt einmischen und Ihre Kühe erhalten alles, was sie benötigen.   

 

Mischgenauigkeit, Futteraufnahme und Selektion kontrollieren 

Auch in der Trockensteherfütterung ist ein regelmäßiges Controlling am Futtertisch von größter Wichtigkeit. Durch den höheren Einsatz von Grundfutter und Faserkomponenten wie Stroh ist die homogene Mischung sehr wichtig, damit auch jede Kuh den ihr zustehenden Anteil Kraft- und Mineralfutter inklusive der eingesetzten sauren Salze erhält. Kontrollieren Sie darum, wie die Ration gefressen wird, ob die Futteraufnahme passt und ob die Tiere selektiv fressen. Auch eine Veränderung der Trockensubstanz Ihrer Silagen kann maßgebliche Änderungen in der Fütterung hervorrufen, behalten Sie also auch diese stets im Blick.  

 

 

Die richtige Fütterung von Trockenstehern ist ein wichtiger Baustein in der erfolgreichen Haltung und Fütterung von Milchkühen. Sie sollte einfach umzusetzen und dabei aber genau auf das Tier abgestimmt sein. Nutzen Sie daher unsere langjährige Erfahrung und Expertise und profitieren Sie von gesunden Trockenstehern und leistungsstarken, gesunden und fruchtbaren Milchkühen.

Sprechen Sie einfach Ihren Sano Fachberater an oder melden Sie sich über beratung@sano.de bei uns.

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