Tipps für Ihre Maissilage

Der Mais steht auf den Feldern. Die Silos sind schon lange gebaut. Das Ziel ist es den vorhandenen Mais bestmöglich zu nutzen. So beeinflussen Sie Futterkosten, Milchleistung und Tiergesundheit für das ganze nächste Jahr! Die folgenden Tipps und Tricks helfen Ihnen dabei den Futterwert Ihrer Maissilage bestmöglich zu erhalten.

 

Tipps für die Maissilage - Was gibt es auf dem Maisfeld zu beachten?

 

Erntezeitpunkt von Mais auf dem Feld: 

  • Ziel ist es maximale verdauliche NDF (NDFd) zu ernten
  • Maispflanze besteht zu 40 – 50 Prozent aus Faserfraktion NDF
  • Je besser diese NDF verdaulich ist, desto mehr Energie kann eine Kuh daraus ziehen um Milch zu bilden
  • Jedes Prozent mehr NDFd, können 0,25 Liter mehr Milch gebildet werden (Oba und Allen, 1998)
  • Optimaler Gehalt an NDFd je nach Sorte bei der Teigreife
  • Schnell Abreifende Restpflanze:                                     28 – 30 % TS der Ganzpflanze
  • Stay green Sorten (durchschnittliche NDFd):                  30 – 33 % TS der Ganzpflanze
  • Stay green Sorten (überdurchschnittliche NDFd):           30 – 38 % TS der Ganzpflanze
  • Eine hohe NDFd bringt auch ein breiteres Erntefenster mit sich
  • Je älter der Bestand desto mehr sinkt die Qualität der Faser und des zukünftigen Grundfutters (Gefahr der Nacherwärmung bei trockenem, schlecht zu verdichtendem Material) 
  • Zur Bestimmung des optimalen Erntezeitpunktes sind regelmäßige Bestandsbegehungen unerlässlich
  • Nutzen Sie die zusätzlich die regionalen Reifezeitprognosen
  • Sortenwahl hat großen Einfluss auf die Faserverdaulichkeit und den Erntezeitpunkt
  • Tageszeit der Ernte ist so zu wählen, dass die Silage noch am gleichen Tag fertig verdichtet und luftdicht abgedeckt wird

 

Schnitthöhe von Mais: 

Je höher die Schnitthöhe, desto:

  • Weniger Rohasche und Schmutz
  • Bessere Ausgangssituation für erfolgreiche Silierung (Verdichtung ist einfacher, Clostridienbesatz ist geringer)
  • Stabileres, schmackhafteres Futter
  • Geringerer Anteil der Faserfraktionen (NDF, ADF, Lignin)
  • Höherer Anteil an Stärke und MJ NEL / kg TM

 

Häcksellänge der Silage:  

  • Theoretische Häcksellänge betriebsbedingt zwischen 5 – 10 mm
  • Je trockener, desto kürzer sollten Sie häckseln
  • Beim Kurzschnitt: 5 – 8 mm
  • Für eine bessere Verdichtung, die oberste Schicht im Silo kürzer häckseln

 

Kornzerkleinerung der Maissilage:  

  • Alle Körner müssen vollständig zerkleinert sein (geviertelt, besser noch kleiner)
  • Stärke aus nur angeschlagenen Körnern ist verschenkt und für die Kuh nicht vollständig nutzbar
  • Je besser die Kornzerkleinerung, desto höher die Stärkeverdaulichkeit
  • Testen der Kornzerkleinerung bereits bei der Ernte um gegebenenfalls noch nachjustieren zu können ( Schüttelbox , Wassertest)

 

Der Wassertest bei der Silage

  • Repräsentive Probe (ca. 1 Liter) vom Häckselgut in 20 Liter Eimer
  • Eimer zu etwa ¾ mit Wasser füllen
  • Probe mehrfach mit Händen im Wasser durchrühren und unterheben
  • Kurz abwarten und Mais aufschwimmen lassen
  • An Oberfläche schwimmendes Pflanzenmaterial abheben
  • Wasser vorsichtig abgießen
  • Am Boden verbleiben die schwereren Maiskörner zur Kontrolle der Zerkleinerungsgrades

 

Einsatz von Siliermittel in der Maissilage

  • Mais neigt aufgrund seiner Eigenschaften zur Nacherwärmung (viele leicht verfügbare Kohlenhydrate)
  • Siliermittel zum Schutz der aeroben Stabilität sinnvoll (Haltbarkeit unter Lufteinfluss)
  • Einsatz von Siliersalzen in Kombination mit Milchsäurebakterien für einen langfristig niedrigen pH-Wert (Labacsil® Duo)
  • Heterofermentative Milchsäurebakterien produzieren neben Milchsäure auch einen Teil an Essigsäure und senken so den pH-Wert langfristig und sind auch für die Mikrodosierung geeignet (Labacsil® Stabil)

 

Tipps für die Maissilage im Silo

Verdichtung

  • Ausreichend schwere Walzfahrzeuge verwenden
  • Mindestens 15 min für Verdichtung jeder Schicht
  • Silo so befüllen, dass Regenwasser abläuft - keine Seen auf der Folie oder an der Silowand!
  • Nicht überfüllen: Am Rand unterhalb der Silowände bleiben
  • Ca. 30 min Nachwalzen und anschließend obere Schicht einebnen

 

Abdecken:

  • Sofort luftdicht abdecken und Silofolie mit Sandsäcken beschweren
  • Mehrere Querbahnen mit Sandsäcken legen um Eindringen von Luft zu verhindern
  • Silonetze zum Schutz vor Nagern und Vögeln einsetzen

 

Nach Abschluss des Silierprozesses der Maissilage im Silo

Vorschub im Silo:

  • Sommer: 2,5 m
  • Winter: 1,5 m

 

Freigärhaufen für die Silage:

  • Zur Überbrückung um die Fahrsilos > 6 Wochen geschlossen zu halten
  • Idealerweise auf einer Betonplatte/ auf festem Untergrund
  • Nicht zu hoch/ nicht zu breit um hohen Vorschub zu erreichen (dafür länger)
  • Ausreichend schwere Walzfahrzeuge
  • So anlegen, dass längs und quer gewalzt werden kann
  • Siliermittel: Homofermentative Bakterien und Siliersalz kombinieren: Labacsil® Duo
  • Wenn nach wenigen Tagen geöffnet werden muss: Doppelte Siliermittelkonzentration
  • Idealerweise bevor die Maissilage aus dem Vorjahr aufgebraucht ist, einen „frühreifen“ Schlag Silomais ernten und Freigärhaufen anlegen. Diesen kann dann bis zur Hauptmaisernte geschlossen bleiben.

 

Sie haben Fragen?

Dann rufen Sie uns gerne unter 08744 5754 002 an oder schreiben Sie uns eine Email unter beratung@sano.de.

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