Stoffwechsel von Milchkühen im Sommer unterstützen

Die Sommermonate stellen für Milchkühe stets eine Belastung dar. Kühe empfinden bereits ab einer Temperatur von 20°C Hitzestress. Dies zeigt sich zunächst in verringerter Futteraufnahme, was wiederum zu Stoffwechselproblemen, Fruchtbarkeits- und Leistungseinbußen führt. Dabei können wir bereits durch kleine Kniffe in der Rationsgestaltung die Fütterung von laktierenden Kühen im Sommer stark positiv beeinflusst werden. Wir zeigen, wie Sie mit dem Anionen-Kationen Konzept den Stoffwechsel Ihrer Tiere gerade im Sommer unterstützen können.

Anionen-Kationen-Bilanz (DCAB)
Das Konzept der Anionen-Kationen-Bilanz (DCAB) ist vor allem in der Trockensteherfütterung bekannt. Durch die Zufütterung saurer Salze wird die DCAB der Ration gesenkt, wodurch nachweislich Stoffwechselerkrankungen zum Start der Laktation gesenkt werden. Kurz gesagt ist es die Differenz von Natrium und Kalium (Kationen, positiv geladen) sowie Chlor und Schwefel (Anionen, negativ geladen) im Futter.

DCAB [meq/kg TS] = [ Na + K] – [ Cl + S]

Was bringt die DCAB für die Kuh?
Warum eine hohe DCAB in der Ration einstellen? Was bringt das der Kuh? Sind deutlich mehr Kationen in der Ration, haben diese eine alkalische bzw. basische Wirkung auf den Stoffwechsel der Kuh. Das wiederum hat Einfluss auf Stoffwechselprozesse, wie der Aufnahme von Kalzium aus dem Futter. Dies zeigt sich in der Praxis in einer besseren Futteraufnahme, höheren Milchleistungen sowie einem verbesserten Gesundheitszustand von Stoffwechsel und Klauen.

Wie hoch sollte die DCAB in der Laktierendenration sein?
Staufenbiel et al (2007) empfehlen eine DCAB von 200 – 350 meq/kg TS in der Futterration für eine optimale Futteraufnahme und Milchproduktion. Häufig erreichen Futterrationen in der Praxis jedoch nur einen Wert von < 200 meq/kg TS. Die Ursache liegt oft in den gefütterten Futtermitteln.

Wie wirken sich Futtermittel auf die DCAB aus?
In der Laktation streben wir eine stark positive DCAB an, da sie einen positiven Effekt auf Stoffwechsel und Milchleistung hat. Das bedeutet die Ration sollte mehr Natrium und Kalium als Chlor und Schwefel enthalten. Dies kann einerseits durch die richtige Futterwahl gewährleistet werden. Gras- oder Luzernesilage hat z.B. von Haus aus viel Kalium und erhöht daher die DCAB einer Ration. Abhängig von Standort und Düngung kann die DCAB von Futtermitteln jedoch stark schwanken. Wie viel genau und ob das bereits ausreicht, kann jedoch nur mit einer passenden Futteranalyse und Rationsberechnung ermittelt werden.


Bild1
Quelle: topagrar, 2017


Faktor GVO-freie Fütterung
Auch durch die vermehrte Forderung nach GVO-frei erzeugter Milch rückt die Thematik des DCAB bei den Laktierenden vermehrt in den Vordergrund. Der Einsatz von Rapsschrot als Alternative zu Sojaschrot senkt die DCAB der Ration, da Raps mehr Schwefel enthält. Gleichzeitig enthält Rapsextraktionsschrot weniger Kalium als Sojaextraktionsschrot. Sind größere Mengen an Rapsschrot in der Futterration enthalten, sinkt die DCAB der Gesamtration automatisch ab.

Faktor Hitze
Bei Hitze steigt die Atemfrequenz der Milchkühe an, um Körperwärme über die Atemwege abzugeben. Die Kuh verliert dabei große Mengen an Puffer (Bicarbonat) über den Speichel. Gleichzeitig scheidet die Kuh vermehrt Mineralstoffe (Natrium) aus. Hier unterstützt eine erhöhe DCAB der Ration die Kationenverluste auszugleichen.

Wie kann ich die DCAB in meiner Ration am einfachsten beeinflussen?
Einerseits kann vermehrt auf Futtermittel mit einer von Natur aus hohen DCAB gesetzt werden. Doch gerade in Zeiten schwerer Verfügbarkeiten und hoher Preise ist dies nicht überall möglich. Um den Wert in der Futterration zu erhöhen, hilft der Einsatz eines effektiven Pansenpuffers wie SanBuffer. Bereits mit 200 g Einsatzmengen steigt die DCAB der Ration um 114 an und ist damit um 14% effektiver als reines Natriumbicarbonat. Wichtig ist dabei vor allem, dass die Ration ausbalanciert ist und den Pansen optimal unterstützt.

Schwefelgehalte im Auge behalten
Auch zu hohe Schwefelgehalte haben einen negativen Effekt auf Futteraufnahme und Pansenfermentation. Der Schwefel in der Ration sollte daher unter 3 g/kg Trockensubstanz liegen. Da der Bedarf der Tiere durch die gängigen Futtermittel, wie z.B. Rapsschrot bereits ausreichend gedeckt ist, enthalten die Mineral- und Wirkstoffkomplexe der Mipro®-Linie keinen Schwefel mehr.

Lassen Sie auch Ihre Kühe vom DCAB-Konzept profitieren. Sprechen Sie mit Ihrem Sano Fachberater oder melden Sie sich unter beratung@sano.de bzw. unter +49 0844 575 41 04.

zurück
Passende Artikel
San Buffer® Sackbild - Futtermittel für Kühe mit wirkungsstarkem Pufferkonzept für Höchstleistung im Pansen | Sano San Buffer®
Inhalt 25 Kilogramm
Bruttopreis: 0,93 €