Stärke in der Rinderfütterung

Gesunde und leistungsstarke Rationen für Kühe dank CNCPS

Grundvoraussetzung für hohe Leistung und Gesundheit der Kühe ist eine ausgewogene Fütterung. Die bestmögliche Versorgung mit Energie hat dabei eine zentrale Bedeutung. Um den Energiebedarf maximal über das Grundfutter hinaus zu decken, werden Energielieferanten wie Stärke und Fette eingesetzt und verfüttert. Das CNCPS-Modell ermöglicht dabei einerseits die exaktere Betrachtung der verschiedenen Stärkequellen, die im Futter enthalten sind. Außerdem kann insbesondere auch die Umsetzung im Tier eingeschätzt und vorhergesagt werden. So setzen Sie Energiefuttermittel mit einer Rationsplanung effizient und wirtschaftlich für gesunde und leistungsstarke Tiere ein.

 

1. Wie wird Stärke im Pansen abgebaut?

Stärke ist der Nährstoffgruppe der Kohlenhydrate zuzuordnen und wird vorwiegend im Pansen verstoffwechselt. Spezielle Stärke abbauende Bakterien (amylolytische Bakterien) bauen die Stärke im Pansen zu Propionsäure ab. Diese wird in der Leber für die Neubildung von Glukose genutzt. Glukose ist ein wichtiger Baustein für die Bildung von Laktose im Euter. Die Bildung an Laktose bestimmt maßgeblich die Milchmenge, die erreicht werden kann. Entscheidend ist: je höher die Milchleistung , desto höher auch der Bedarf an Glukose.

 

2. Wie wird Stärke im Dünndarm absorbiert?

Stärke, die den Pansen unabgebaut passiert, wird im Dünndarm als Glukose ins Blut aufgenommen und steht so direkt zur Bildung von Milchzucker bereit. Ist die Menge an pansenbeständiger Stärke am Dünndarm zu hoch, kann diese vom Tier nicht mehr umgesetzt werden. Sie wird ungenutzt über den Kot ausgeschieden. Bei der Energieergänzung in Milchviehrationen wird häufig auf Gerste, Weizen oder Körnermais zurückgegriffen. Die Futteranalyse zeigt, wie unterschiedlich die Abbaubarkeit der entsprechenden Futtermittel im Pansen ist.  Während Körnermais eine Pansenbeständigkeit von ca. 42% aufweist, enthält Gerste nur knapp 15% pansenbeständigen Stärkeanteil. 

 

3. Wie kann ich eine gesunde und auch leistungsstarke Ration erstellen?

Alle Auf- und Abbauprozesse im Pansen benötigen Energie. So auch der Proteinstoffwechsel. Denn auch für die Bildung von Mikrobenprotein ist die Versorgung mit Energiekomponenten essentiell. Das Stichwort lautet Pansensynchronisation. Das bedeutet: schnelle Proteinquellen benötigen schnelle Energiequellen. Gleiches gilt für langsame Protein- und Energiequellen. Für Rinder ist es folglich von großer Bedeutung, wie die aufgenommene Stärke im Tier genutzt wird. Wichtig ist, welche Mengen an Stärke in einer bestimmten Zeit im Pansen umgesetzt werden und wie die beständige Stärke im Dünndarm verwertet wird, bzw. welcher Anteil über den Kot ausgeschieden wird.

 

4. Wie kann ich Stärke in der Fütterung optimal nutzen?

Die Futtermittelanalyse nach dem CNCPS-Modell untersucht Grundfuttermittel speziell auch im Bereich der Stärkeverdaulichkeit. In der passenden Rationsberechnung ist ein Pansenmodell hinterlegt, welches die Stoffwechselvorgänge der Kuh sehr präzise vorausgesagt.  Wenn man über die Stärkebeständigkeit  Bescheid weiß , kann die Verdaulichkeit der Stärke im Pansen über einen definierten Zeitraum beachtet und die Ration optimal eingestellt werden. Die Stärkeverluste über den Kot können ebenfalls vorhergesagt und minimiert werden. Damit wissen Sie noch vor dem Verfüttern, wie Futtermittel in der Kuh verwertet werden. So ist es erstmalig möglich die Tiere exakt nach Bedarf zu füttern. Überschüsse und Stoffwechselrisiken werden vermindert. Gleichzeitig werden Nährstoffverluste über den Kot minimiert. Damit erhalten Sie optimale Ergebnisse beim Einsatz von Futtermitteln, denn Sie verwenden nur, was notwendig ist. Die Rationsgestaltung für Ihre Milchkühe wird dadurch einfacher und wirtschaftlicher.

 

5. Wie verändert sich die Stärkeverdaulichkeit meiner Maissilage? 

Maissilage ist Milchviehrationen ein wichtiger Energielieferant. Der Gehalt an Stärke in der Maissilage ist abhängig von Sorten-, Standort-, und Klimabedingungen. Auswertungen aus dem Sano CNCPS -Labor zeigen, dass die Verdaulichkeit der Stärke mit zunehmender Silierdauer deutlich höher wird. Die in der Silage enthaltene Stärke wird schneller verfügbar. Diese und viele weitere Faktoren werden in der Rationsberechnung nach CNCPS  berücksichtigt, sodass immer eine ausgewogene Versorgung mit pansenlöslicher und pansenbeständiger Stärke gewährleistet ist. Wenn Sie das beachten, sichert es eine optimale Energie - und Nährstoffversorgung in jeder Leistungsphase. Sie profitieren erheblich von gesunden und leistungsstarken Kühen.

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Sie wollen mehr über Stärke in der Rinderfütterung erfahren?

Sprechen Sie Ihren Sano Fachberater für mehr Informationen an. Oder Sie melden sich bei uns unter beratung@sano.de.

 

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