So gelingt die Silomaisernte!

Die Maisernte ist vielerorts bereits im Gange oder steht kurz bevor. Dabei stehen Sie in diesem von Hitze und Dürre geprägtem Jahr vor einer besonderen Herausforderung Ihre Maissilage bestmöglich zu ernten, einzufahren und zu silieren. Daher ist in diesem Jahr besonders auf die korrekte Verdichtung und Konservierung zu achten. Diese hat Einfluss auf Schmackhaftigkeit und Nährstoffe der Silage und damit auch auf die Futtereffizienz der Tiere. Damit Ihre Silage auch in diesem Jahr stabil und kühl bleibt, haben wir für Sie in diesem Artikel die wichtigsten Tipps für den Tag der Ernte zusammengetragen. 

Vorbereitung ist die halbe Miete 

Der richtige Erntezeitpunkt ist essenziell für Ertrag, Nährstoffgehalte und Verdaulichkeiten. Diesen zu finden ist nicht immer einfach und hängt neben der Entwicklung der Pflanze auch von Wetter, Witterung und zeitlichen Ressourcen ab. In diesem Jahr verschieben sich die Erntetermine aufgrund der Wetterlage stark nach vorn. Mehr dazu finden Sie auch in unserem Blogartikel: „Häckseln oder nicht häckseln – Maisernte in Dürrejahren“.  Auch die Silos sollten bereits vor der Ernte entsprechend vorbereitet werden. Dazu gehört zunächst die gründliche Reinigung des gesamten Silos einschließlich der Silowände. Dabei kann das Silo außerdem auf Fugen oder Risse untersucht werden. Auch ein neuer Anstrich der Silowände kann hier erwogen und durchgeführt werden. Bereiten Sie kurz vor der Ernte außerdem die Silofolien, Silonetze sowie Silosäcke vor und hängen Sie die Seitenfolien an die Silowände.   

Kompakt und fest gegen Nacherwärmung 

Die Walzleistung bestimmt die Bergeleistung! Für sichere, langfristig kühle sowie schmackhafte Maissilage muss die Verdichtung optimal sein. In Zahlen bedeutet das: mindestens 230 kg TM je m3. In der Praxis heiß das: Die Leistung des Häckslers muss zur Leistung der Verdichtungsfahrzeuge im Silo passen. Diese benötigen eine gewisse Zeit das angelieferte Erntegut im Silo gleichmäßig zu verteilen und festzufahren. Als Faustformel gilt außerdem: Das Walzgewicht sollte 1/3 bis ¼ der stündlichen Ernteleistung darstellen. Für eine optimale Verdichtung ist außerdem die passende Häcksellänge entscheidend. Es gilt: Je trockener desto kürzer. Alle Informationen zur optimalen Häcksellänge finden Sie in unserem Artikel: „Die richtige Häcksellänge für meine Maissilage“. Beachten Sie folgende Punkte bei der Arbeit im Silo für eine sichere und effektive Verdichtung des Ernteguts:  

  • dünne Schichten von maximal 30 cm Schichtdicke  
  • Jede Futterschicht sollte 2 bis 3 mal überfahren werden 
  • langsame Fahrgeschwindigkeit von etwa 4 km/h 
  • Zusatzgewichte anbringen 
  • hoher Reifendruck (Straßendruck) 
  • Zusatzgewichte für mehr Auflagedruck verwenden 
  • Befüllung vom Rand in die Mitte 

Unter Berücksichtigung dieser Regeln sowie dem Einsatz eines geeigneten Siliermittels wie Labacsil® Stabil, speziell für stärkehaltige Silagen, beugen Sie Nacherwärmung effektiv vor.  

Sofort abdecken! 

Ist das Erntegut komplett im Silo geht es ans Nachwalzen und Abdecken. Beim Nachwalzen gilt weniger ist mehr. Mehr als eine halbe Stunde braucht es nicht. Die luftdichte Abdeckung sollte direkt im Anschluss stattfinden. So kann der Konservierungsprozess schnellstmöglich starten. Bleibt das Silo mehrere Stunden oder auch über Nacht offen, vermehren sich unerwünschte Schadbakterien wie Hefen und Schimmelpilze und erhöhen wiederum die Gefahr der Nacherwärmung. Schützen Sie Ihre Silofolie schlussendlich auch durch Silonetze vor Beschädigungen durch z.B. Vögel, Hofkatzen oder Schuhwerk. 

Gutes braucht seine Zeit 

Ein guter Silierprozess benötigt seine Zeit – geben Sie Ihrer Silage diese Zeit. Damit die Silierbakterien ausreichend Milchsäure produziere, sollten Sie Ihr Silo mindestens 8 Wochen geschlossen lassen. Das schützt Ihr Grundfutter am besten vor Verderb und Nacherwärmung. Außerdem verbessert sich mit zunehmender Silierdauer auch die Stärkeverdaulichkeit Ihrer Silage. Kurz vor der Öffnung bietet sich eine Sano Futteranalyse an. Mit der Analyse im Sano Labor wissen Sie nicht nur alles über die Nährstoffe und Verdaulichkeiten Ihrer Silage, sondern kennen auch alle Qualitätsparameter, wie den pH-Wert, die Mengen an Milch- und Essigsäure, sowie den Gehalt an Propylenglykol. 

Öffnung und Vorschub 

Auch nach der Öffnung können Sie die Qualität Ihrer Maissilage maßgeblich beeinflussen. Regelmäßiges, nicht zu weites Abdecken der Silofolie verhindert ein zu tiefes eindringen von Luft in den hinteren Bereich des Silostocks. Achten Sie zudem bei der Rationsgestaltung auch auf ausreichend Vorschub. Dieser sollte im Winter mindestens 1,5 m und im Sommer mindestens 2,5 m betragen. Halten Sie Ihr Silo außerdem sauber von Futterresten. Hier vermehren sich schnell Schadbakterien und wirken sich negativ auf die gesamte Futterqualität und damit auch auf Futteraufnahmen und Tiergesundheit aus.   

Wir helfen Ihnen gern bei der optimalen Rationsgestaltung und Nutzung Ihrer hofeigenen Grundfutter. Melden Sie sich bei Ihrem Sano Fachberater oder nutzen Sie die Kontaktfunktionen am rechten Bildschirmrand.  

 

 

 

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