Siliermittel im Langzeitversuch

Kosten sparen ist das Ziel eines jeden Landwirts. Grundfutter von bester Qualität zu haben ist dabei eine erfolgreiche Strategie. Dafür gibt es Hilfsmittel. Siliermittel sollen gute Silage noch besser machen. Doch was bringt das dem Landwirt wirklich? Ist der Nutzen größer als der Aufwand? Wir haben den Langzeittest gemacht: Maissilage, heterofermentative Bakterienzusätze, Einfluss auf die Gärsäuren und Verdaulichkeiten. Lesen Sie hier die Ergebnisse!

 

Versuchsbedingungen Siliermittel

  • Untersuchungsstart: September 2019.
  • Silierung mit heterofermentativen Milchsäurebakterien.
  • 16 verschiedene Maissorten wurden je drei Mal beprobt.
  • Eine Probe kam direkt unbehandelt in einen Beutel.
  • Zwei weitere Proben erhielten das biologische Siliermittel Labacsil® Stabil.
  • Alle Probenbeutel wurden vakuumiert, was das Pflanzen-  material optimal verdichtet und luftdicht abschließt.
  • CNCPS-Analyse im Labor.
  • Erste Analyse nach acht Wochen Mindestsilierdauer.
  • Zweite Analyse nach sechs Monaten Silierdauer.
  • Gärsäuremuster und Siliererfolg im Fokus.
  • Einfluss auf Verdaulichkeiten von Faser untersucht.

 

Die Ergebnisse des Silimittel im Langzeitversuch

Effekt der Silierung auf die Gärsäuren

Die optimalen Bedingungen im Vakuum sorgten dafür, dass alle Proben gut silierten. In Abbildung 1 verdeutlichen das die allgemein hohen Gehalte an Gärsäuren (FFS), Milchsäure und der durchweg niedrige pH-Wert. Dennoch gibt es Unterschiede zwischen behandelten und nicht behandelten Proben:

  • Ein höherer Gärsäuregehalt und deutlich mehr Milchsäure zeigt  sich bei dem mit Labacsil® Stabil besprühten Mais sowohl nach  zwei als auch nach sechs Monaten Silierdauer.
  • Essigsäure hat sich durch die heterofermentativen Milchsäurebakterien bei dem besprühtem Mais deutlich erhöht, was die Silage noch stabiler macht.
  • Die unbehandelten Maisproben enthalten weniger Gärsäuren  und variieren sehr in den Ergebnissen, was auf einen wenigersicheren Silierprozess schließen lässt.

Heterofermentative Milchsäurebakterien sind  besondere Arten der Milchsäurebakterien. Ihre  spezielle Fähigkeit ist es, nicht nur Milchsäure, sondern zeitversetzt auch Essigsäure zu produzieren. Dadurch wird vor allem langfristig die Stabilität der Silagen gesichert. Auch nach der Öffnung helfen sie der Silage gegen Nacherwärmung.

 Sano24_Blog_Abbildung1_Einfluss_Milchs-ure_2_6Monate_Silage_Siliermittel_im_Langzeitversuch

Effekt der Silierung auf die Verdaulichkeit

Eine erfolgreiche Silierung sorgt für schmackhaftes Futter. Der Silierprozess nimmt auch auf die Verdaulichkeit, vor allem auf die der Stärke, Einfluss. Besonders bei Maissilagen ist dieser Einfluss von großer Bedeutung. Die effektivere Silierung in den mit Labacsil® Stabil behandelten  Proben zeigt sich auch hier:

  • Bessere Stärkeverdaulichkeit bei Einsatz von Siliermittel bereits nach zwei Monaten.
  • Die Faserverdaulichkeit verändert sich allgemein im Laufe der Silierung nur langsam, weshalb nach zwei Monaten kein Effekt zu erwarten ist.
  • Nach sechs Monaten zeigt sich, dass die Proben mit Siliermittel eine leicht verbesserte Faserverdaulichkeit aufweisen.

 Sano24_Blog_Abbildung2_Einfluss_Siliermittel_Veraulichkeit_Silage_Siliermittel_im_Langzeitversuch

Fazit zum Siliermittel im Langzeitversuch

Ein Siliermittel ist dazu da, um eine gute Silage besser zu machen.  In diesem Versuch war der Anspruch noch höher. Durch das  Vakuum silierten alle Proben, auch die unbehandelten, unter  idealsten Bedingungen. Der Einsatz von Labacsil® Stabil konnte dennoch zu sichtbaren Unterschieden führen. Das Siliermittel  zeigt nach der Mindestsilierdauer von acht Wochen bereits einen verbesserten Siliererfolg. Der höhere Gehalt an Milchsäure zeigt,  dass der Mais besser und schneller siliert ist. Der Vorteil des  heterofermentativen Siliermittels: Auf lange Zeit bietet es durch  die Umwandlung von Milchsäure in Essigsäure zuverlässigen  Schutz vor Nacherwärmung. Das beugt Futterverlusten vor und  hält die Qualität der Silage aufrecht. Auch die Verdaulichkeit steigt  durch die effektivere Silierung schneller an als ohne ein Siliermittel. Die wertvolle Stärke in der Maissilage wird dadurch noch besser genutzt und teures Kraftfutter kann eingespart werden. Die Faserverdaulichkeit ist vor allem durch die richtige Sortenwahl auf  hohe Restpflanzenverdaulichkeit beeinflussbar.

Siliermittel bieten in fast jeder Situation einen echten Mehrwert. Richtig angewendet helfen sie, das Grundfutter zu verbessern und damit das ganze kommende Jahr Kosten zu sparen. Im Mais bieten sich heterofermentative Zusätze an, da sie durch die Bildung von Essigsäure auch langfristig gegen Schadbakterien, Hefen und  Schimmelpilze wirken. Das schützt vor Nacherwärmung und sorgt so für hohe Futteraufnahmen sowie gesunde und leistungsstarke Kühe.

 

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