Siliererfolg messbar machen - Teil 3 | Maissilage

Maissilage ist ein wichtiges Grundfuttermittel. Die Ernte im Spätsommer bestimmt dabei, was den Rest des Jahres im Silo liegt. Für eine gesunde, leistungsstarke und wirtschaftliche Tierhaltung ist eine hochwertige Maissilage also essentiell. Verluste von wertvollen Nährstoffen durch eine schlechte Konservierung bedeuten dabei zum Teil immense wirtschaftliche Verluste. In Gegenden welche durch die Witterung der letzten Jahre von Futtermangel betroffen sind, verstärkt sich dieser Effekt noch. Umso wichtiger ist es, kontinuierlich daran zu arbeiten so viel wie möglich aus seiner hofeigenen Maissilage herauszuholen. Ein Hilfsmittel ist ein Laborbericht mit dem Gärsäuremuster. Was sie daraus lesen können und was das bedeutet erfahren Sie hier.

 

1. Warum brauche ich unbedingt eine Analyse des Gärsäuremusters?

Ein einfacher Blick ins Silo verrät bereits oft, ob die Silage gut oder vielleicht nicht ganz so gut siliert ist. Warum also noch auf den Laborbericht schauen? Die Antwort ist einfach. Das Silo zeigt uns das Endergebnis eines bereits länger andauernden Prozesses. Außerdem ist eine Bewertung rein auf Basis der eigenen Sinne immer subjektiv. Jeder empfindet Feuchtigkeit, Wärme oder Geruch ein wenig anders. Das macht eine sachliche Bewertung schwer. Eine Analyse hingegen zeigt klar und deutlich, schwarz auf weiß wie es aussieht. Dabei reichen bereits wenige Parameter aus, um sich einen Eindruck zu machen. Der pH-Wert , die Trockensubstanz, Rohasche und die Gärsäuren reichen bei der Maissilage bereits aus.

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Abbildung 1 Die Zielwerte der Qualitätsparameter in der Maissilage

 

2. Der pH-Wert meiner Maissilage ist zu hoch, warum ist das so?

Der pH-Wert sollte immer im Zusammenhang mit der Trockensubstanz betrachtet werden. Je nasser das Siliergut ist, desto niedriger sollte der pH-Wert sein. Die Ursache für einen zu hohen pH-Wert ist oft eine zu geringe Milchsäureproduktion.

 

3. Warum wurde zu wenig Milchsäure gebildet?

Das kann zwei Ursachen haben. Zu wenig Milchsäurebakterien auf dem Ausgangsmaterial und/oder zu schlechte Wachstumsbedingungen. Besonders in heißen Jahren befinden sich wenig Milchsäurebakterien auf den Maispflanzen. Hier sollten unbedingt die gewünschten Bakterien mittels eines Siliermittels zugesetzt werden. Für optimale Wachstumsbedingungen braucht es eine Umgebung frei von Sauerstoff, einen gewissen Grad an Feuchte und Nahrung. Ausreichende Verdichtung, schnelle und luftdichte Abdeckung sowie der richtige Häckselzeitpunkt sind also essentiell.

 

4. Warum kann ich zu viel Essigsäure in der Maissilage haben? Sie wirkt doch gegen Nacherwärmung.

Es stimmt, ein moderater Gehalt an Essigsäure wirkt gegen Nacherwärmung. Doch Essigsäure hat einen Nachteil: Die Schmackhaftigkeit. Essigsäure schmeckt den Kühen nicht und sollte darum nicht zu viel in der Silage vorhanden sein.  Der allgemeine Richtwert sind 3 Prozent in der Trockensubstanz. Wichtig ist dabei auch das Verhältnis zur Milchsäure. Es sollte immer mehr Milchsäure (mindestens 2,5 mal mehr) als Essigsäure vorhanden sein. Dann nehmen Sie die positiven Effekte der Essigsäure mit und erhalten gleichzeitig die Schmackhaftigkeit Ihrer Silage zu erhalten. Sollte das Verhältnis nicht passen wurde zu wenig Milchsäure gebildet (siehe Frage 3).

 

5. Meine Maissilage neigt jedes Jahr zur Nacherwärmung

Nacherwärmung entsteht, wenn nach dem Öffnen Luft in das Silo eintritt. Durch den Sauerstoff beginnen Schadbakterien, Hefen und Schimmelpilze wieder zu arbeiten. So entsteht die Wärme. Ursachen können zu lange Häcksellängen, zu trockenes Ausgangsmaterial und mangelnde Verdichtung sein. Eine zu frühe Öffnung des Silos und zu geringer Vorschub erhöhen das Risiko der Nacherwärmung zusätzlich. Sehen Sie hierzu auch gern in unsere Tipps und Tricks zur Maissilage. 

 

6. Der Buttersäuregehalt meiner Maissilage ist zu hoch

Buttersäure ist meist ein Produkt von Clostridien, welche über Schmutz in die Silage gelangen. In Maissilagen stellt hoher Schmutzeintrag (hohe Rohaschegehalte oft kein Problem dar. Doch auch eine späte bzw. eine nicht luftdichte Abdeckung können dazu führen, dass sich Clostridien am Beginn der Silierung stark vermehren und so Buttersäure produzieren können.

 

Der Blick auf den Gärsäurebericht stellt eine schnelle und objektive Ergänzung zum Silo-Controlling dar. Der Blick ins eigene Silo wir dabei natürlich nicht ersetzt. Doch es zeigt Stellschrauben auf, die mit dem bloßen Auge nicht immer erkennbar sind. So hilft es dabei langfristig bestes und schmackhaftes Grundfutter zu gewinnen.

 

Sie wollen Ihr Grundfutter optimieren?

Die Analyse des Gärsäuremusters ist bei jeder Sano Laboranalyse automatisch dabei! Bestellen Sie Ihr Probenset bequem hier oder vereinbaren oder rufen Sie uns unter 08744 5754 001. 

 

Lesen Sie hier mehr im Blog-Beitrag "Siliererfolg messbar machen - Teil 1" > 

Lesen Sie hier mehr im Blog-Beitrag "Siliererfolg messbar machen - Teil 2 | Grassilage" >

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