Phasenfütterung in der Mast: Die Endmast

Entscheidend für die wirtschaftliche Schweinemast ist die bedarfsgerechte Fütterung in den unterschiedlichen Mastphasen der Tiere. Zentraler Bestandteil der Eigenmischungen ist ein Mineralfutter, das zu den eingesetzten Komponenten passt. In der Endmast spielen neben den Zunahmen der Schweine der Magerfleischanteil und das genaue Sortieren auf das optimale Mastendgewicht eine wichtige Rolle für die beste ökonomische Leistung.

 

Für ein optimales Management ist es daher erforderlich, folgende Kernfragen zu beantworten:

 

1. Wie gelingt es, eine sehr gute Futterverwertung und hohe tägliche Zunahmen zu erzielen?

2. Wie erreicht Ihr Betrieb eine stark reduzierte N- und P-Bilanz in der Gülle?

3. Wie lassen sich die ökonomisch optimalen Magerfleischanteile realisieren?

 

Was in der Endmast wichtig ist

●Die Genetik der Schweine hat hohen Einfluss auf den Magerfleischanteil.

●Der Vermahlungsgrad des Futters ist entscheidend für die täglichen Zunahmen und die Futterverwertung. Deshalb sollte der Vermahlungsgrad regelmäßig mit einer Siebbox überprüft werden. 

 

So viel wie nötig, so wenig wie möglich - Endmast

Der Zuwachs eines Mastschweins setzt sich mit steigender Lebendmasse anders zusammen als zu Beginn der Mast. Ab etwa 70 kg geht das absolute Proteinansatzvermögen von Schweinen sogar leicht zurück, wohingegen der Fettansatz weiter steigt (Abb. 6). Das heißt, dass bei einem Endmastfutter mit optimaler Aminosäuren-Ausstattung der Proteingehalt noch weiter reduziert werden kann. Diese Reduzierung des Eiweißfutters bringt neben einem Vorteil bei den Futterkosten und einer besseren Futterverwertung zusätzlich den positiven Effekt, dass weniger Stickstoff (N) mit der Gülle ausgeschieden wird. Es gilt, dass auch der Gehalt von Phosphor (P) im Endmastfutter reduziert werden kann.

 

Bitte beachten Sie hierbei die Genetik der Sauen. Bei bestimmten Kreuzungen mit geringeren Magerfleischanteilen ist die Rationierung auch bei weiblichen Mastschweinen sinnvoll. Sorgen Sie in jedem Fall durch exakte Sortierung für den optimal abgestimmten Schlachttermin, um Muskelfleischanteil und Indexpunkte in der Endmast zu verbessern.

 

Stellen Sie die Futtersituation Ihre Schweine deshalb bei etwa 70 kg (3-phasig) auf die Endmastmischung um. Auch der Vermahlungsgrad des Futters hat einen Einfluss auf die Mastleistung.

 

Ist das Futter zu grob geschrotet, sinken die täglichen Zunahmen und die Futterverwertung verschlechtert sich. Ist es hingegen zu fein, kommt es zu Verdauungsstörungen wie Magengeschwüren bei den Tieren. Sorgen Sie deshalb dafür, dass die Feinanteile im Futter (< 1 mm) < 40 % liegen. Überprüfen Sie den Vermahlungsgrad regelmäßig mit der Siebbox. Bei zu hohen Feinanteilen im Futter, kontrollieren Sie die Hämmer der Mühle auf Abnutzung oder ob eine Reinigung nötig ist. Die empfohlene Siebgröße liegt bei 3,5–4,0 mm.

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