Mehr Wirtschaftlichkeit mit der richtigen Silomaissorte

Die „perfekte“ Maissorte für den Betrieb finden. Wie Sie anhand der Parameter Trockenmasseertrag, Verdauliche Faser und Strärke- bzw. Korngehalt die passende Sorte für Ihren Betrieb finden können, haben wir bereits in einem anderen Blogartikel behandelt. Hier zeigte sich bereits deutlich der Effekt, den eine überlegte und nachhaltige Sortenwahl auf die erfolgreiche Fütterung am Betrieb hat. In diesem Blogbeitrag wollen wir auch noch einmal aufzeigen, welche monetären Vorteile die gezielte Silomais Sortenwahl mit sich bringen kann. 

Die Anforderungen kennen

In diesem Artikel können Sie noch einmal nachlesen, wie sie mit diesen Parametern die geeignete Maissilage für Ihren Betrieb ausfindig machen können. Die individuellen Bedürfnisse an das Grundfutter sind individuell und sollten die Basis jeder Sortenwahl darstellen. 

Die gesamte Pflanze nutzen

Gutes Futter ist gut verdaulich. Damit die Maissilage als Futtermittel also einen hohen Mehrwert hat, ist es wichtig, dass sie vom Tier bestmöglich genutzt werden kann. Die Maispflanze besteht zum größten Teil aus Stärke und Faser (NDF). Die Stärke aus den Maiskörnen, soweit diese im Cracker ausreichend zerkleinert wurden, ist ein hochwertiges Energiefutter und hochverdaulich. Doch auch die NDF macht einen Großteil der Pflanze aus. Im Silo macht sie gut 40 bis 50 % der Trockensubstanz aus.  Da ist es gravierend, wenn dieser Anteil kaum oder nur schlecht verdaut und vom Tier genutzt werden kann. Genau diese NDF-Verdaulichkeit (dNDF) sollte darum auch immer Teil der Sortenwahl sein. Wie gravierend der Einfluss der NDF-Verdaulichkeit ist zeigen folgende Beispiele in der Fütterung von Milchkühen und der Bullenmast. 

Mehr Nährstoffe bei gleicher Futtermenge

Die Verdaulichkeit der Faser kann Sortenabhängig stark schwanken. Die zwei Silagen in folgenden Beispielen verdeutlichen dies. Maissilage 1 hat mit 32 % einen höheren Stärkegehalt als Maissilage 2. In der Trockensubstanz sind sie mit 31 % identisch. Stark unterscheiden sich die beiden Silagen in den NDF-Verdaulichkeiten. Die Faser in Maissilage 1 kann nur zu 55 % von der Kuh verdaut werden. In Maissilage 2 sind es 70 %. Silage 2 bietet den Tieren dadurch deutlich mehr Nährstoffe, bei gleicher Futteraufnahme. 

Die Wirtschaftlichkeit berechnen

Die beiden Rationsbeispielen verdeutlichen dies. In den Beispielen für Milchkühe und Mastbullen fressen die Tiere gleich viel, doch die Tiere mit Maissilage 2 können deutlich höhere Milchleistungen bzw. Tageszunahmen erreichen. Das resultiert in einem höheren IOFC (engl.: Income Over Feed Cost). Das bedeutet Einnahmen nach Abzug der Futterkosten. In den Rationen zeigt sich dies im Effekt einer hochverdaulichen Faser. Die Einsatzmengen und auch die Futterkosten sind in beiden Rationen gleich. Doch da bei Variante 2 mehr von der Ganzpflanze für das Tier nutzbar ist, können die Nährstoffe auch besser verwertet und vom Tier genutzt werden. 

 

 

Clever wirtschaften

Der Mehrwert einer gezielten Maissortenwahl ist deutlich. Der dargestellte Mehrwert berechnet sich je Tier und Tag. Auf einem Betrieb mit 100 Kühen entspricht der höhere IOFC einem monetären Vorteil von 7 260 € im Monat. Futterkosten sind dementsprechend nur eine Seite der Medaille. Die Qualität und Verdaulichkeit der Futtermittel spielt eine ebenso große Rolle, da sie maßgeblich die Tiergesundheit, -fruchtbarkeit und Leistung beeinflussen. 

 

Nutzen Sie das Wissen um Faserverdaulichkeiten für die kommende Maissortenwahl und schon jetzt auch in Ihrer Rationsberechnung. Sprechen Sie mit Ihrem Fachberater oder schreiben Sie uns unter beratung@sano.de

 

 

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