Maisernte in Trockenheit

Verdorrte Maispflanzen und schlechte Maisbestände sind in Trockenheit im Sommer häufig zu sehen. Anderenorts stehen jedoch scheinbar vollentwickelte Maisbestände.

Auf dem Feld können Sie die Qualität der Silagen nicht mehr beeinflussen. Umso wichtiger ist es weitere Qualitätsverluste im Silo zu verhindern. Deshalb sollten Sie  unbedingt auf den Einsatz wirkungsvoller Siliermittel in Trockenheit setzen. Bei Trockenheit ist beim Mais ein deutliches regionales Gefälle zu erkennen. 

 

Wann ist bei Trockenheit der richtige Zeitpunkt für die Maisernte?

Bei den hitzegeschädigten Maisbeständen besteht ein hohes Risiko an Nacherwärmung. Auf Grund eines hohen TS-Gehalts lässt sich der Mais im Silo nur schwer verdichten. Die Maispflanzen weisen einen erhöhten Hefenbesatz auf und das Risiko von Mykotoxinbelastungen steigt an. Nicht zu unterschätzen ist auch ein erhöhter Zuckergehalt in der Restpflanze. Aufgrund der Trockenheit kann der durch Photosynthese hergestellte Zucker nicht mehr in den Kolben transportiert und dort zu Stärke umgewandelt werden. Das Risiko für eine alkoholische Fehlgärung steigt an.

Helfen kann hier der Einsatz von Kombi-Siliermitteln, wie Labacsil® Duo. Labacsil® Duo enthält neben Milchsäurebakterien auch eine chemische Komponente: Kaliumsorbat. Diese Wirkkombination unterdrückt gramnegative Bakterien, Schimmelpilze und Hefen wirkungsvoll und wirkt Nacherwärmung und Nachgärung entgegen.

 

Maisernte: Siliermanagement für Maissilage in Trockenheit besonders beachten

  • Bei Trockenheit ist besonderes Augenmerk auf die Häcksellänge und die Verdichtung bei der Maisernte zu legen.
  • Um das teils sehr trockene Häckselgut ausreichend verdichten zu können empfiehlt sich eine Häcksellänge von kleiner 7 mm zu wählen. Bei besonders trockenen Maisbeständen < 5 mm.
  • Eine hohe Verdichtung und luftdichtes Verschließen des Silos mit der Maissilage ist selbstverständlich.
  • Sollten die Maisbestände auf Ihrem Betrieb inhomogen sein, sprich nur ein Teil ihres Maisbestandes ist von extremer Trockenheit betroffen, dann empfiehlt es sich diese mit normalen Flächen im Silo zu mischen. So schließen Sie Fehlgärungen in den reinen Problemmaissilagen aus.
  • Öffnen Sie die Maissilage im Silo nicht zu früh. Generell gilt: Silostöcke erst dann zu öffnen, wenn die stabile Gärphase erreicht wird. Das dauert ca. sechs bis acht Wochen.

 

Sprechen Sie Ihren Fachberater zur diesjährigen Maisernte in der Region an, oder kontaktieren Sie uns unter beratung@sano.de. 

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