Hitzestress im Kälberstall?

Hitzestress ist uns vor allem bei Laktierenden und Trockenstehern ein Begriff. Helfende Maßnahmen wie Ventilatoren, ausreichend Luftaustausch und die Konservierung am Futtertisch sind bei vielen Betrieben schon an der Tagesordnung. Doch auch die jüngsten Tiere auf dem Hof können in den Sommermonaten an Hitzestress leiden. Dies führt bei den Kälbern zu verringerten Futteraufnahmen, einem geschwächten Immunsystem und zum Verlust von Wasser und Elektrolyten. Wie Sie Hitzestress im Kälberstall erkennen, was sie dagegen tun können und wie Sie Ihre Kälber in den Sommermonaten am besten unterstützen, lesen Sie in diesem Blogbeitrag. 


Wann haben Kälber Hitzestress?

Ab 20 °C und aufwärts kann man davon ausgehen, dass Kälber Hitzestress bekommen. Ab 25 °C spricht man sogar schon von starkem Hitzestress. Je nach Luftfeuchte kann die Grenze jedoch auch höher oder tiefer liegen. Generell beginnt der Stress bei hoher Luftfeuchtigkeit früher (drückende Hitze). Bei sehr trockener Luft können auch höhere Temperaturen gut toleriert werden. Erkennbar wird der Hitzestress durch Hecheln, Schwitzen sowie verringerter Futteraufnahme der Kälber.


Was tun bei Hitze im Kälberstall?

Hitzestress bei Kälbern kann immense Auswirkungen auf die Entwicklung der Kälber, und damit auf Ihre Herde von morgen haben. Darum hier 8 Tipps, wie Sie der Hitze im Kälberstall vorbeugen können und Ihre Kälber bestmöglich unterstützen:

1.    Viel sauberes Wasser
Der wichtigste Punkt in den heißen Sommermonaten ist die ausreichende Versorgung mit Wasser. Haben die Kälber tatsächlich Hitzestress verlieren Sie viel Wasser als auch Elektrolyte über die Temperaturregulierung (Hecheln und Schwitzen). Das kann zur Dehydrierung und damit zu einem sehr ernsten Problem werden.

2.    Energiedefizit ausgleichen
Durch die Temperaturregulation verbrauchen Kälber mehr Energie für Stoffwechselvorgänge. Dadurch entsteht für das Kalb bei gleicher Futteraufnahme ein Energiedefizit. Nimmt es aufgrund der Wärme auch weniger Milch und Futter zu sich, vergrößert sich dieses Defizit noch weiter. Eine einwandfreie Qualität der Milch ist daher essenziell. Bei der Tränke von Vollmilch kann die Qualität und Quantität der Inhaltsstoffe schwanken. Sollten Ihre Kälber weniger trinken lohnt sich der Einsatz eines Vollmilchaufwerters wie Cotosan Plus®, um die Nährstoffversorgung sicher zu stellen. Auch mit der Nutzung eines hochwertigen Sano Kälbermilchpulvers stellen Sie sicher, dass Ihre Kälber immer ausreichend Nährstoffe in gleichbleibender und bester Qualität erhalten. Sollten Sie sich nicht sicher sein, was für Ihren Betrieb das beste Konzept ist, beraten wir Sie gern!

3.    Futter- und Wasseraufnahme kontrollieren
Um Probleme frühzeitig zu erkennen, sollte die Futter-, Tränke- und Wasseraufnahme der Kälber genau kontrolliert werden. Trinken Kälber nicht ausreichend, können sie schnell dehydrieren. Unterstützen Sie Ihre Kälber darum bei erhöhten Flüssigkeitsverlusten frühzeitig mit der Zwischentränke einer Elektrolytlösung. Sanolyte® ist eine schmackhafte Elektrolyttränke, welche neben den lebenswichtigen Mineralstoffen auch Traubenzucker als schnelle Energiequelle sowie eine appetitanregend wirkt.

4.    Luftqualität und Luftaustausch
Wie im Kuhstall sollte auch im Kälberstall und den Kälberiglus stets ein gutes Klima herrschen, sowohl von der Temperatur als auch von der Luftqualität und Luftaustausch. Iglus sollten während der heißen Monate bestenfalls im Schatten stehen, um unnötige Hitzebildung zu vermeiden. Für einen besseren Luftaustausch hilft es die Iglus außerdem mit etwas mehr Abstand zueinander aufzustellen. Auch durch das Aufbocken der Iglus wird der Luftaustausch gefördert. Im Kälberstall können Ventilatoren, aber auch eine geringere Belegdichte Abhilfe schaffen. Aber Achtung: Zugluft ist dabei nach wie vor zu vermeiden! 

5.    Stallhygiene
Eine einwandfreie Hygiene ist im Kälberstall das gesamte Jahr erforderlich. Doch gerade bei warmen Temperaturen können sich Keime und Krankheitserreger noch besser vermehren und durch Fliegen verbreiten werden. Darum heißt es gerade jetzt penibel auf Sauberkeit zu achten und die Einstreu öfter zu wechseln. Trockene und saubere Einstreu ist die Grundlage für eine gesunde und erfolgreiche Kälberaufzucht.

6.    Tränkehygiene
Auch in der Milch vermehren sich Bakterien an warmen Tagen schneller. Für die Konservierung der Tränke hilft AcidoSan® als effektive Ansäuerung von Kälbermilch sowie Vollmilch. Doch auch nach der Tränke gehört Eimer sowie Nuckel gründlich mit Wasser gereinigt und ggf. auch desinfiziert. Das gleiche gilt auch für Futter und Wassereimer, denn auch hier können sich Keime vermehren und zu Erkrankungen der Kälber führen. Eine regelmäßige Säuberung und das Entfernen alter Futterreste sollten daher zur täglichen Routine gehören.

7.    Kühle Tageszeiten nutzen
Behandlungen oder andere Arbeiten an den Kälbern sollten im besten Fall auf die kühleren Tageszeiten verschoben werden. Das reduziert den Stressfaktor bei den Tieren. Auch die Fütterung während der kühleren Tageszeiten hat sich bewährt gemacht. Frisches, sauberes Wasser muss jedoch immer in ausreichenden Mengen zur Verfügung stehen.

8.    Trockensteher und Abkalbebereich kühl halten
Es hat sich herausgestellt, dass Hitze auch schon vor der Geburt für die Kälber ein Problem werden kann. Geringere Geburtsgewichte, schlechtere tägliche Zunahmen als auch ein späteres Erstkalbealter können hier die Folge sein. Also bei den Trockenstehern gilt es mit ausreichend frischem Wasser, bestem Futter und frischer Luft Abkühlung zu gewährleisten.


Nicht nur wir Menschen, auch unsere Rinder jeglichen Alters leiden unter der Hitze im Sommer. Für einen langfristig gesunden und homogenen Bestand lohnt es sich also auch im Kälberstall und im Abkalbebereich für Abkühlung zu sorgen. Wir unterstützen Sie gern dabei Ihre Tiere auch während der heißen Monate bestmöglich und gesund zu ernähren. Fragen Sie Ihren Sano Fachberater oder melden Sie sich bei uns unter beratung@sano.de oder +49 0844 575 41 04.

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