Es ist angerichtet: In 5 Schritten zur optimalen Rationsmischung und Futtervorlage

Milchkühe, Trockensteher und Mastbullen, die viel fressen, bleiben gesund und leistungsstark. Eine hohe Futteraufnahme ist daher eines der wichtigsten Ziele in der erfolgreichen Rinderfütterung. Mischrationen sollten folglich neben der optimalen Bedarfsdeckung und einer wirtschaftlichen Zusammensetzung auch immer hinsichtlich der Futteraufnahme optimiert werden. Die Berechnung ist dabei nur die halbe Miete. Wie auch bei uns Menschen ist es wichtig, dass die „Mahlzeit“ korrekt zubereitet und unmittelbar erreichbar „auf den Tisch“ kommt. Erfahren Sie die wichtigsten Informationen für eine gelungene Mischration und die optimale Futtervorlage zusammen: Für hohe Futteraufnahmen bei jedem einzelnen Tier.  

 

1. Vorbereitung 

Wie vor jeder guten Mahlzeit braucht es auch für die optimale Mischration eine gute Vorbereitung. Qualitativ einwandfreie Futtermittel sowie eine präzise berechnete, pansensynchrone und ausgeglichene Ration bilden die Basis. Dafür muss der genaue Trockenmassegehalt der Silagen bekannt sein. So kann sichergestellt werden, dass die berechneten Mengen auch wirklich gefüttert werden. Bereits eine Veränderung der Trockensubstanz um 5 % führt bei gleicher Futtermenge zu 2 kg mehr oder weniger Trockenmasse am Futtertisch (siehe Abbildung 1). Die Ration ist dann nicht mehr die, die sie sein sollte. Das kann massive Auswirkungen auf Pansengesundheit und Futteraufnahme haben.

 

Abbildung 1 Auswirkung von veränderter Trockensubstanz auf gefütterte Trockensubstanz 

 

2. Ein saubere Arbeitsgrundlage 

Auch ein sauberer Arbeitsplatz gehört zur Vorbereitung. Futterreste haben in einer frischen Ration nichts verloren – weder auf dem Futtertisch noch im Mischwagen. Achtung: Gerade im Futtermischwagen bleiben gern Futterreste hängen. Andernfalls kann, gerade in den warmen Monaten das Restfutter anfangen zu verderben. Das senkt die Schmackhaftigkeit der neuen Ration und damit auch die Futteraufnahme drastisch.   

 

3. Lang vor kurz und Trocken vor nass 

Die optimale Mischration ist eine homogene Mischung aller Rationskomponenten. So ist keine Selektion möglich und jede Kuh bekommt die Nährstoffe, welche sie benötigt. Das beginnt bereits vor der Befüllung des Futtermischwagens. Dieser sollte nicht schief stehen und gleichmäßig befüllt werden. Bei der Reihenfolge der Futtermittel gilt generell die Regel: Lange vor kurzen und trockene vor nassen Komponenten. Dabei sollten jedoch auch immer die betrieblichen Gegebenheiten betrachtet werden. Wichtig ist eine einfache und genaue Umsetzung der Ration. 

 

4. Mischdauer  

Die optimale Mischdauer hängt stark von den Rationskomponenten als auch von Art und Hersteller des Mischwagens ab. Das Ziel ist eine homogene Mischung, in der keine einzelnen Komponenten mehr sichtbar sind. Sind auf dem Futtertisch beispielsweise noch Klumpen der Grassilage sichtbar oder wird das Futter nicht gleichmäßig gefressen, ist es wahrscheinlich, dass die Tiere selektieren. Auch stark schwankende Harnstoffgehalte in der Herde sind häufig ein Indiz für Selektion. In diesem Fall kann es sein, dass die Mischdauer zu kurz ist. Im Zweifel fragen Sie Ihren Sano Fachberater. 

 

5. Zu Tisch: Futter richtig vorlegen 

Die Ration wurde präzise berechnet und nach bester fachlicher Praxis gemischt. Nun muss sie noch final im Tier ankommen. Dafür sollte die Ablage möglichst gleichmäßig und über die gesamte Länge des Futtertisches erfolgen. Gleichzeitig darf das Futter nicht zu weit vom Fressgitter entfernt liegen. Kommen die Tiere nicht überall gut an das Futter heran, bilden sich an anderen Stellen Hotspots, an denen sich die ranghohen Tiere durchsetzen. Durch eine gleichmäßige Futterablage wird Stress reduziert und alle Tiere kommen gut an ihr Futter. 

 

Extra Tipp: Rationen werden kalt serviert 

Nicht nur im Sommer ist Nacherwärmung am Futtertisch ein Thema. Ursachen können instabile Silagen, aber auch Futterreste am Futtertisch oder im Mischwagen sein. Eine warme Ration deutet auf bakteriellen Verderb hin. Dies senkt nicht nur die Schmackhaftigkeit der Ration, die unerwünschten Bakterien verbrauchen außerdem wertvolle Nährstoffe aus dem Futter. Neben einem sauberen Mischwagen und Futtertisch sollte bei einem erhöhten Risiko der Nacherwärmung (z.B. in den Sommermonaten) auch ein Konservierungsmittel eingesetzt werden. Dies kann sowohl in flüssiger Form wie bei Combisan Acid, als auch in Pulverform mit Acid Protect TMR in den Mischwagen gegeben und normal in die Ration eingemischt werden. Diese beiden Konservierungsmittel sind zusätzlich nicht korrosiv, beschädigen also die wertvolle Technik nicht.  

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