Mykotoxine im Schweinefutter – Die unsichtbare Gefahr

Pilzgifte im Futter sind tückisch, unsichtbar und häufig unterschätzt – besonders in Zeiten des Klimawandels. Warum gerade Schweine hochsensibel reagieren und wie Sie Ihre Tiere effektiv schützen können, lesen Sie hier.

Wenn das Futter krank macht
– Wie Mykotoxine die Schweinehaltung belasten

Mykotoxine – das klingt nach einem seltenen Problem von Regionen fernab, betrifft aber längst auch immer öfter heimische Betriebe. Die Pilzgifte entstehen als Stoffwechselprodukte von Schimmelpilzen wie Fusarium, Aspergillus oder Penicillium und gelangen über belastetes Getreide ins Schweinefutter. Extreme Witterungsbedingungen – etwa feuchtwarme Phasen während der Getreideblüte – fördern die Bildung dieser Gifte. Doch auch bei äußerlich einwandfreiem Erntegut kann der Gehalt an Mykotoxinen besorgniserregend sein.

Besonders tückisch: Eine Belastung mit Mykotoxinen bleibt häufig lange unentdeckt, da die klinischen Symptome unspezifisch sind. DON (Deoxynivalenol) und ZEA (Zearalenon) zählen zu den häufigsten und kritischsten Giften in der Schweinefütterung. DON kann die Futteraufnahme drastisch reduzieren – mit Folgen für das Wachstum und die Gesundheit. ZEA wirkt östrogenartig und verursacht vor allem bei Jungsauen Schwellungen der Vulva oder Zyklusstörungen. Auch Reproduktionsprobleme und Gebärmutterentzündungen bei Sauen gehen oft auf eine chronische ZEA-Belastung zurück.

Noch schwerwiegender sind die langfristigen Effekte: DON wirkt immunsuppressiv – banale Infektionen können sich zu chronischen Erkrankungen entwickeln. Besonders Mastschweine zeigen unter Belastung häufiger Atemwegserkrankungen, während in der Ferkelaufzucht Durchfälle oder Wachstumsverzögerungen dominieren.

Die Forschung zeigt deutlich: Es gibt keine absolut sichere „Grenze“. Selbst unterhalb der EU-Richtwerte können Mykotoxine bei empfindlichen Tieren wie Sauen oder Ferkeln bereits negative Effekte entfalten. Daher sprechen Experten zunehmend von „Risikoschwellen“ – sie markieren die Bereiche, in denen gesundheitliche und wirtschaftliche Einbußen wahrscheinlich werden.

Vorsorge statt Verlust – Strategien im Umgang mit Mykotoxinen

Die gute Nachricht: Sie können sich wirksam schützen – vorausgesetzt, Sie erkennen das Risiko rechtzeitig und handeln konsequent.

Ein erster Schritt ist die Kontrolle der Futtermittelqualität. Bereits während der Ernte sollten Getreideproben regelmäßig auf DON und ZEA analysiert werden. Wichtig ist dabei: Mykotoxine sind ungleichmäßig verteilt – sogenannte „Hot Spots“ erschweren die repräsentative Probenziehung. Eine strukturierte Probennahme (z. B. je Hänger 500 g Mischprobe) ist daher essenziell, um aussagekräftige Ergebnisse zu erhalten.

Selbst bei hoher Sorgfalt in der Futterkontrolle bleibt ein Restrisiko – denn Klimaextreme und globaler Rohwareneinkauf erhöhen die Wahrscheinlichkeit von Belastungen deutlich. Deshalb gehört der Einsatz eines hochwertigen Mykotoxinbinders heute in vielen Ländern längst zur Standardpraxis – insbesondere in empfindlichen Produktionsphasen wie der Ferkelaufzucht oder bei hochleistenden Sauen.

Doch Mykotoxinbinder ist nicht gleich Mykotoxinbinder: Entscheidend ist, dass verschiedene Toxintypen mit unterschiedlichen physikalisch-chemischen Eigenschaften gezielt gebunden werden. Während Aflatoxine aufgrund ihrer Polarität vergleichsweise leicht zu binden sind, stellen Fusarientoxine wie DON und ZEA größere Herausforderungen dar. Hier braucht es Bindemittel mit genau abgestimmten Porengrößen, Ladungsverteilungen und einer pH-stabilen Wirkung – denn viele gängige Produkte verlieren ihre Wirkung im Darmtrakt, genau dort, wo sie gebraucht würden.

Darüber hinaus reicht es nicht aus, Toxine nur zu binden. Vielmehr sollten auch die Leber – als zentrales Entgiftungsorgan – sowie das Immunsystem der Tiere unterstützt werden, um langfristige Schäden zu vermeiden. 

   

Mycosan® – Die 4-fach Sicherheit für Ihre Schweine

Genau hier setzt Mycosan® von an: Der leistungsstarke Mykotoxinbinder wurde speziell für den Einsatz in der Schweinefütterung entwickelt und kombiniert vier wirksame Mechanismen zum Schutz Ihrer Tiere.

  • Effektive Bindung: Thermisch behandelte Mineralien mit extrem hoher Oberfläche (> 300 m²/g) fixieren Mykotoxine zuverlässig, bevor sie vom Tier aufgenommen werden.
  • Entgiftung fördern: Ein spezielles Hefeautolysat unterstützt die Leberfunktion und hilft dem Organismus, Toxine schnell und effektiv abzubauen.
  • Zellschutz stärken: Vitamin E und hochwirksame Antioxidantien reduzieren oxidativen Stress und schützen die Körperzellen vor weiteren Belastungen.
  • Immunabwehr aufbauen: Spezielle Komponenten aus Hefezellwänden stabilisieren das Immunsystem – für mehr Widerstandskraft gegenüber Infektionen.

   

Durch den Einsatz von Mycosan® können Schweinehalter die Auswirkungen von Mykotoxinen gezielt abfedern, Leistungseinbrüchen vorbeugen und die Tiergesundheit nachhaltig verbessern – gerade in Hochleistungsphasen ein unverzichtbares Instrument für den wirtschaftlichen Erfolg.

Sie haben Fragen zum gezielten Einsatz von Mycosan® in Ihrer Fütterung oder möchten Ihr Management rund um Mykotoxine optimieren? Wir unterstützen Sie dabei!

Wenden Sie sich dazu gerne an Ihre:n zuständige:n Fachberater:in.

 

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