Extreme Proteinkosten mit optimierter N-Effizienz abfedern!

Die Ansprüche an Landwirte und Landwirtinnen sind enorm. Tiergesundheit, Tierwohl und ökologische Nachhaltigkeit stehen mehr denn je im Fokus, ebenso die Kosten, beispielsweise für Futtermittel, die Milchleistung aber auch wirtschaftlichen Aspekte. Die aktuellen extremen Proteinpreissteigerungen stellen Betriebe zusätzlich vor gigantische wirtschaftliche Herausforderungen. Hier bietet die Rationsberechnung nach der verfeinerten Weender Analyse (CNCPS) das einzigartige Potenzial, die N-Nutzungseffizienz der  Rinder Herde zu optimieren, für eine ökonomisch nachhaltige Veredelungsproduktion auch in Hochpreisphasen.

Die gegenwärtige Hochpreisphase für Proteinschrote wird vor allem durch das aktuelle sechs–Jahres-Hoch der globalen Sojabohnennotierungen getragen. Moderate Ernteprognosen, niedrige Lagerbestände und hohe Transportkosten unterstützen weiterhin diesen Trend (Abb. 1). Diese Preisentwicklung ist für viele Landwirt*innen gravierend, da sie die für die Humanernährung ungeeigneten Proteinschrote u. a. durch Wiederkäuer zu qualitativ hochwertigem Nahrungsmittel-protein und Milch veredeln.

Ration präzise berechnen

Hohe Kosten für Proteinschrote wirken sich direkt auf das Einkommen nach Futterkosten (IOFC) der Veredelungs-Produktion aus. Das Ziel muss daher sein, die Nährstoffe, insbesondere das Protein-N, möglichst effizient zu nutzen und unproduktive N-Ausscheidungen zu senken. Die präzise Betrachtung der Protein-N-Fraktionen und Aminosäuren in der Ration mithilfe von CNCPS ermöglicht es, Überschüsse wie zu viel abbaubarer Protein-N im Pansen und den vielfach noch praktizierten „Rohproteinvorlauf“ zu vermeiden. Unproduktive N-Ausscheidungen über Milch, Harn und Kot werden so reduziert. Das entlastet die Umwelt, den Stoffwechsel der Tiere und erhöht das Einkommen.

Sano24_Blog_Grafik_Eiweissoptimierung

 

N-Nutzungseffizienz aktiv steigern

Zur Steigerung und Optimierung der N-Effizienz bietet CNCPS mehrere Möglichkeiten. Einerseits werden die Protein- und N-Quellen in der Ration so aufeinander abgestimmt, dass sowohl im Pansen als auch im Darm genau die N-Mengen bereitgestellt werden, die benötigt und auch sicher aufgenommen werden. Andererseits werden die für ein effizientes Wachstum der Mikroben vorhandenen Energie- und N-Quellen im Pansen optimal synchronisiert. Da ein Teil des Protein-N im Futter an Faser gebunden vorliegt, wird weiterhin bei verbessertem Faserabbau im Pansen mehr N genutzt. Last-but-not-least kann der Einsatz von geschützten Proteinquellen und Aminosäuren passgenau abgestimmt werden, um die N-Nutzungseffizienz und den IOFC weiter zu steigern.

Fazit

Die Kombination der detaillierten CNCPS-Futteranalyse und Rationsberechnung ermöglicht es, die N-Effizienz der Rationen im Voraus zu erfassen und aktiv zu beeinflussen. Tier, Umwelt und Betreiber von Landwirtschaften profitieren gemeinsam von der direkten Verbesserung der N-Effizienz durch ein höheres Einkommen, sowie von der Verbesserung der ökonomischen und ökologischen Nachhaltigkeit.

 

Für weitere Fragen kontaktieren Sie Ihren Sano Fachberater oder melden Sie sich unter beratung@sano.de.

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