Den Stoffwechsel im Griff – Ketose und Co. bei Kühen erfolgreich vorbeugen

Gesundheit ist das höchste Gut. Dies gilt auch in der Milchviehherde. Stoffwechselerkrankungen können aber dieses höchste Gut gefährden. Dies trifft insbesondere während der Transitphase zu. Daher gilt es stets, bewährte Maßnahmen zur effektiven Krankheitsprophylaxe zu ergreifen, um bestmöglich Tiergesundheit, Tierwohl und Leistungsfähigkeit zu sichern. 

 

Warum sind Kühe gerade in der Transitphase für Stoffwechselerkrankungen anfällig?

Während der Transitphase, also dem Zeitraum einige Wochen vor und nach der Kalbung, bewältigt der Stoffwechsel unserer Kühe gewaltige Herausforderungen. Mit der beginnenden Laktation müssen beispielsweise innerhalb kürzester Zeit nennenswerte Mengen an Calcium und Energie für die Milchproduktion mobilisiert werden. Gleichzeitig macht diese Bedarfsänderung eine Futterumstellung von der Trockensteher- auf die Laktierenden-Ration unumgänglich. Die Gebärmutterrückbilung im Puerperium fordert den Stoffwechsel und das Immunsystem zusätzlich. Daher unterliegt die Kuh während der Transitphase stets einem erhöhten Risiko für Stoffwechselerkrankungen. Diese äußern sich in vielfältigen Krankheitsbildern und begünstigen sich zudem gegenseitig (siehe Abb. 1).

Abbildung-1-Die-Entstehung-von-Stoffwechselerkrankungen-Sano24-Blog

Wie relevant sind Stoffwechselerkrankungen bei Kühen tatsächlich?

Eine Schlüsselrolle unter diesen Stoffwechselerkrankungen nehmen dabei ein zu niedriger Calciumspiegel im Blut sowie die Ketose ein. Repräsentative wissenschaftliche Studien der letzten Jahre zeigen, dass über 47 % der Mehrkalbskühe um die Kalbung unter einem zu niedrigen Blutcalciumspiegel, der auch als subklinisches Milchfieber bezeichnet wird, leiden (Venjakob et al. 2017). Die subklinische Ketose betrifft rund 39 % der Frischabkalber (Berge u. Vertenten 2014). Diese weitläufige Verbreitung unterstreicht die Relevanz und den bestehenden Handlungsbedarf. 

Wo kann eine zielgerichtete Fütterungsprophylaxe bei Milchvieh ansetzen? 

Neben den erhöhten Risiken liegt in der Transitphase auch ein enormes Potential für die Prophylaxe von Stoffwechselerkrankungen. Als besonders geeignet für die Fütterungsprophylaxe gegen Milchfieber und Ketose haben sich die letzten drei Wochen des Trockenstandes, die sog. Close up-Phase, in Wissenschaft und Praxis erwiesen. Die Sano Fütterungsprophylaxe fußt dabei auf fünf elementaren Säulen:

  1. einer bedarfsgerechten Energie-, Nährstoff- und Faserversorgung,
  2. einer effektiven Milchfieberprophylaxe über eine Ration mit stark negativer Kationen-Anionen-Bilanz (DCAB),
  3. einer zielgerichteten Ketose- und Fettleberprophylaxe durch Ergänzung sog. Methyldonatoren wie Methionin und Cholin in pansengeschützter Form,
  4. einer Verbesserung der Immunfunktion durch Ergänzung von Antioxidantien sowie
  5. einer Förderung der Pansenfermentation durch eine gezielte Futtermittelauswahl und den Einsatz von Lebendhefe.

Um diesen Anforderungen in der Close up-Ration vollständig und unkompliziert gerecht zu werden, sind im Mipro® Close Up 700 als Mineralfutter-Komplettlösung alle funktionellen Komponenten vereint. 

Wie funktioniert das in der Praxis und wie sind die Resultate?

Mipro® Close Up 700 setzt eine zweiphasige Trockensteherfütterung voraus und wird mit einer Einsatzmenge von 700 g pro Tier und Tag in die TMR dosiert. Die positiven Effekte einer konsequenten Close up-Fütterung mit Mipro® Close Up 700 sind dabei mehr als deutlich, wie auch jüngst wieder in einem 7-monatigen Einsatz auf einem deutschen Praxisbetrieb bestätigt werden konnte (siehe Abb. 2). Durch den Einsatz von Mipro® Close Up 700 konnte der Anteil der Frischabkalber mit klinischem Milchfieber von zuvor über sechs Prozent um 59 % auf unter 2,6 % reduziert werden. Gleichzeitig stieg die Einsatzleistung auf dem Betrieb um zwei Kilogramm Milch pro Tier und Tag. Letzteres war auf eine bessere Tiergesundheit während der Transitphase zurückzuführen.

 Abbildung-2-Mipro_CloseUp_Ergebnisse_DE_Sano24_Blog

Fazit

Die Milchkuh in der Transitphase als Zeitraum mit einem erhöhten Erkrankungsrisiko für Stoffwechselerkrankungen stellt besondere Anforderungen an Fütterung, Haltung und Management. Durch konsequente Umsetzung moderner prophylaktischer Fütterungskonzepte, insbesondere während der Close up-Phase, lassen sich Stoffwechselerkrankungen effektiv vorbeugen und deutlich reduzieren. Die Folge ist eine Steigerung von Tiergesundheit, Leistungsfähigkeit und Nachhaltigkeit.

 

Für weitere Fragen kontaktieren Sie Ihren Sano Fachberater oder melden Sie sich unter beratung@sano.de.

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